MRT

MRT

Was kann untersucht werden?

  • Kopf
  • Rückenmark
  • Gesicht und Hals
  • Gelenke und Extremitäten
  • Wirbelsäule
  • Leber
  • Gallenwege
  • Bauchspeicheldrüse
  • Nieren
  • Weibliche und männliche Beckenorgane
  • Gefäße
  • Mamma (Brust)

 

Was ist eine MRT?

Die MRT ist ein hochmodernes bildgebendes Schnittbildverfahren zur detaillierten kontrastreichen Darstellung von Organen und Gewebe. Um ein besseres Verständnis für diese Technik zu ermöglichen, soll im Folgenden ein kurzer Umriss der Physik gegeben werden.

Der menschliche Körper besteht zu zwei Dritteln aus Wasser. Das Wasser-Molekül besteht aus zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom. Der Kern des Wasserstoffatoms, das Proton, kann mit einem magnetischen Kreisel verglichen werden. Bei der Magnetspinresonanztomographie (MRT) macht man sich dessen physikalische Eigenschaften zunutze. In einem starken Magnetfeld richten sich die ansonsten willkürlich drehenden Protonen parallel oder antiparallel zur Magnetfeldrichtung aus. Je nach Stärke des Magnetfeldes entsteht dann ein mehr oder weniger starker Überschuss an in einer Richtung ausgerichteten Protonen. Daraus entsteht ein messbares magnetisches Moment. Durch Zufuhr elektromagnetischer Hochfrequenzwellen kann man die Ausrichtung dieses Überschusses verändern: Das magnetische Moment beginnt um die Feldlinien des Magnetfeldes zu kreiseln. Wird die elektromagnetische Stimulation beendet, geben die angeregten Protonen die erhaltene Energie wieder ab, indem sie ihrerseits magnetische Felder erzeugen, die von einer Spule empfangen werden. Mit Hilfe von Computer-Rekonstruktionsprogrammen lassen sich medizinische Bilder erzeugen.

Der Vorteil einer MRT Untersuchung ist die fehlende Strahlenbelastung, was besonders bei Kindern und Schwangeren bedeutsam ist. Des Weiteren kann durch eine MRT Untersuchung die einzelnen Gewebearten der untersuchten Region besser unterschieden werden, als in anderen Untersuchungsverfahren, was für die Behandlung eine entscheidende Rolle spielt.

 

Wie läuft die Untersuchung ab?

In unserer Praxis steht ein 1,5 T MRT Gerät der Firma Siemens. Die Magnetom Aera ist ein leistungsstarker Ganzkörperscanner und eine optimale Wahl für eine hervorragende Bildqualität. Ein besonders Extra ist  eine breite und lichtdurchflutete Öffnung.

Die Untersuchungszeit beträgt zwischen 15 und 30 Minuten. Sie werden möglichst bequem auf den Untersuchungstisch gelegt und je nach Untersuchungsregion kopfwärts oder fußwärts in die Röhre gefahren. Während der Untersuchung erzeugt das Gerät periodisch wiederkehrende Geräusche, welche durch die unterschiedlichen Untersuchungssequenzen erzeugt werden. Sie bekommen von uns einen Kopfhörer mit ruhiger Musik um Ihnen die Untersuchungszeit möglichst angenehm zu gestalten.

Für die Qualität der Untersuchung ist es besonders wichtig, dass Sie während der gesamten Zeit absolut ruhig im Gerät liegen, denn jede Bewegung verursacht Bildstörungen, die eine Wiederholung der Untersuchung notwendig machen.

Sie werden während der gesamten Untersuchung über eine Gegensprechanlage und eine Videokamera beobachtet. Außerdem bekommen Sie eine Art Notfallglocke in die Hand, die Sie bei Bedarf betätigen können.

 

Was muss beachtet werden? (Kontraindikationen)

Metallische Fremdkörper:
Metallische Fremdkörper, wie Splitterverletzungen oder Metallimplantate können eine Kontraindikationen für die Durchführung einer MRT-Untersuchung darstellen, insbesondere wenn sie sich in der Nähe von Gehirn und Rückenmark befinden. Eine absolute Kontraindikation sind implantierte Herzschrittmacher. Herzklappenprothesen stellen meistens keine Kontraindikation dar, es sollten jedoch Implantationsjahr und Produktbezeichnung der verwendeten Herzklappe angegeben werden, da einige ältere Modelle nicht MR-tauglich sind.

Implantate:
Bei Insulin- und Schmerzpumpen, sollte die Unbedenklichkeitsbescheinigung für die MR-Tauglichkeit durch den implantierenden Arzt oder die Produktinformation eingeholt werden. Orthopädische und unfallchirurgische Implantate, Prothesen, Osteosynthesematerial, Schrauben und Nägel, stellen keine Kontraindikation dar.

Gefäßklipps, Gefäßstents und Embolisationscoils:
Diese stellen keine Kontraindikation zur MR-Untersuchung dar.

Shunts:
Cerebrale Shunts müssen nach der Untersuchung neu eingestellt werden.

Tätowierungen und "Permanent Make-up":
Prinzipiell können Sie mit Tätowierungen und "Permanent Make-up" untersucht werden, da heute hauptsächlich synthetische, organische Farbstoffe verwendet werden. Früher verwendete Farbstoffe, vor allem rote und schwarze, können Eisenoxid beinhalten. Dadurch kann eine Erwärmung entstehen. Gleiches gilt im geringen Maße auch für Medizinpflaster. Somit sollte die Untersuchung in einer Applikationspause durchgeführt werden.

Schwangere Frauen:
Die Untersuchung in der Schwangerschaft ist aufgrund der fehlenden Strahlenbelastung möglich. Im ersten Trimenon ist auf eine strenge Indikationsstellung zu achten. Eine Gefahr für das ungeborene Kind ist bisher nicht dokumentiert. Nach Kontrastmittelapplikation wird eine 24- stündige Stillpause empfohlen.

Niereninsuffizienz und MR Kontrastmittelgabe:
Die Applikation von Kontrastmittel ist bei schwerer Nierenfunktionsstörung, gemessen an der glomerulären Filtrationsrate (GFR) von weniger als 30 ml/min/1.73 m2 nur bei strenger Indikation möglich. Dialysepflichtige Patienten (mit einer GFR von weniger als 15 ml/min/1.73 m2) sollten den MR Untersuchungstermin vor der nächsten Dialyse einplanen.

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