CT

CT

Was kann untersucht werden?

  • Kopf
  • Gesicht und Hals
  • Gelenke und Knochen
  • Wirbelsäule
  • Lunge
  • Leber
  • Gallenwege
  • Bauchspeicheldrüse
  • Nieren
  • Beckenorgane
  • Gefäße
  • CT-gezielte Schmerzbehandlung

 

Was ist die Computertomographie?

Die Computertomographie (CT) liefert Schnittbilder durch den Körper. Mit den Schichtaufnahmen können Strukturen aus dem Körperinneren dreidimensional dargestellt werden. Das erlaubt nicht nur, verschiedenste Krankheiten zu erkennen, sondern auch deren Lage und Ausdehnung. Genau wie bei der MRT macht man sich auch bei der CT zunutze, dass verschiedene Gewebearten unseres Körpers für Röntgenstrahlen nicht gleichermaßen durchlässig sind. Je dichter ein Gewebe ist, desto mehr schwächt es die Strahlung ab. Dadurch erscheinen die verschiedenen Gewebetypen in unterschiedlichen Graustufen.

Ein CT-Gerät besteht aus einer Röntgenröhre und mehreren Sensoren, welche die nach dem Durchgang durch den Körper abgeschwächte Röntgenstrahlung erfassen. Während sich die Röntgenröhre kontinuierlich um Sie dreht, werden Sie durch das Gerät geschoben. Aus den dabei gewonnenen Daten lässt sich einerseits ein Schnittbild jeder gewünschten Schicht der durchleuchteten Körperregion anfertigen und andererseits kann der Computer die Einzelschnitte auch zu einem dreidimensionalen Bild umrechnen. Das Verfahren liefert von nahezu allen Körperregionen präzise Bilder.

Die CT kommt zur Anwendung bei Beschwerden und Erkrankungen verschiedener Körperregionen, die eine detailliertere Abklärung benötigen bzw. additiv zu einem unklaren Ultraschall- oder Röntgenbefund. Ebenso wird die CT angewendet, wenn Kontraindikationen für eine MRT-Untersuchung vorliegen (z.B. Herzschrittmacher, Klaustrophobie) und wenn eine genaue Beurteilung von knöchernen Strukturen (z.B. knöcherne Schädelbasis, Felsenbein) notwendig ist. Auch zu einer detaillierten Beurteilung von Gefäßen, kann die CT der MRT überlegen sein (z.B. Bestimmung einer Engstelle).

Die Untersuchung in unserem Institut wird mit einem Siemens Somatom Perspektive CT durchgeführt, ein 64 Zeilen Gerät der neuesten Generation, welches sich durch schnellste Bildgebung bei höchster Bildqualität auszeichnet. Besonders erwähnenswert ist die Niedrigdosistechnologie, wobei durch ein modernes Rechenprogramm eine Dosisreduktion bis zu 60 Prozent gegenüber Computertomographen älterer Generation erfolgt.

Durch neueste Detektortechnologie wird eine hohe räumliche Auflösung erzeugt, somit können kleinste Details im Körper dargestellt werden. Durch automatisierte, multiplanare Rekonstruktionen werden die errechneten Bilder in dreidimensionale Bilder zusammengesetzt und können so in verschiedenen Ebenen zur Befundung dargestellt werden.

Durch ein spezielles Programm der Artefaktunterdrückung, z.B. bei Implantaten, können umliegende Strukturen und Implantate artefaktfrei dargestellt und beurteilt werden, was bisher ein Problem darstellte.

 

Wie läuft die Untersuchung ab?

Während das CT läuft, sind Sie alleine im Raum, da das medizinische Personal wegen der auftretenden Strahlenbelastung den Untersuchungsraum verlassen muss. Durch ein Fenster sieht der Radiologie Technologe/die Radiologie Technologin aber jederzeit, was im Untersuchungsraum vor sich geht. Darüber hinaus ermöglicht eine Gegensprechanlage die Kommunikation in beide Richtungen.

Für die Untersuchung liegen Sie auf einer beweglichen Tischplatte, die durch den weiten Ring des Computertomographen fährt. Dabei wird Ihre gewünschte Körperregion gescannt. Dazu erhalten Sie häufig ein Atemkommando, das Sie ersucht tief einzuatmen und den Atem anzuhalten. Die Dauer beträgt zwischen 15 und 30 Sekunden. Es kann notwendig sein, dass mehrere Scans durchgeführt werden müssen. Insgesamt beträgt der gesamte Aufenthalt im CT nur wenige Minuten.

Bei manchen Untersuchungen wird Ihnen davor noch Kontrastmittel oder Wasser zum Trinken gegeben und während der Untersuchung Kontrastmittel injiziert.

 

Was muss beachtet werden?

Bei Frauen muss vor einer Computertomographie unbedingt geklärt werden, ob eine Schwangerschaft vorliegt. Aus diesem Grund sollte bei werdenden Müttern, sofern irgend möglich, auf ein CT verzichtet und zu einer anderen Diagnosemethode gegriffen werden.

Ansonsten gibt es im Vorfeld einer CT nur dann etwas zu beachten, wenn diese mit Kontrastmittel durchgeführt werden soll. Wird die Untersuchung mit Kontrastmittel durchgeführt, kann es in ganz seltenen Fällen zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. Gegebenenfalls machen sich diese meist durch Niesreiz, Schwindel, Übelkeit, Hitzegefühl oder Kopfschmerzen bemerkbar. Bekannte Allergien gegen Kontrastmittel dürfen jedoch nicht vorliegen. Für die Durchführung der Untersuchung benötigen wir dann aktuelle Laborwerte (TSH Werte und Kreatinin Werte, eventuell GFR Rate).

Vorsicht ist auch bei einer Schilddrüsenüberfunktion geboten, die sich durch jodhaltige Kontrastmittel verschlimmern kann und auch bei bekannten Schilddrüsenkarzinomen, da die Kontrastmittelapplikation eine eventuell notwendige Therapie beeinträchtigen kann.

Metforminhältige Medikamente (Diabetiker) sollten vor der Untersuchung und bis 2 Tage nach der Untersuchung abgesetzt werden.